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28.04./29.04.2022
30.04./01.05.2022
02.05.-04.05.2022
05.05./06.05.2022
07.05./08.05.2022
09.05./10.05.2022
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16.05.-18.05.2022
19.05./20.05.2022
21.05./22.05.2022
23.05.-25.05.2022
26.05./27.05.2022
30.04./01.05.

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 30.04.-01.05.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Ich fasse die Informationen der letzten Tage hier kurz zusammen:

Tag 66 und 67 des Krieges in Europa. Und kein Ende in Sicht.

Pausenlos Alarm in Saporoshshje. Die Nervosität in der Stadt nimmt zu. Immer mehr Menschen versuchen, die Stadt in Richtung Westen zu verlassen (siehe Foto). Die Stadtverwaltung verhängt eine Ausgangssperre ab 17 Uhr, um die Lage zu beruhigen.
Maksym schreibt mir: "Raketen treffen jetzt auch Häuser in unserer Stadt. Es wird gefährlich". Morgen machen sich Arthur und seine Mutter auf nach Dnipro - für die rund 85km planen sie aufgrund der verschärften Lage (Straßensperren, Kontrollen) 2 Tage ein. Dann wird eine mehrtägige Therapie in einer Klinik beginnen. Karina und ihr Vater bleiben zu Hause.
Julia hat fast die Hälfte aller Kinder besucht, die in Kliniken in Saporoshshje untergebracht sind, da sie nicht transportfähig sind oder auf Palliativstationen liegen müssen. Sie hat für uns die Kinder mit Shampoo, Medikamenten, Windeln usw. versorgt (siehe Foto). Julia war danach sehr mental mitgenommen und erschöpft. Morgen beginnen wir mit der Unterstützung des arbeitslos gewordenen Personals im Kinderheim; dies wird so organisiert, dass vor allem Lebensmittel und Haushaltswaren an die fast 120 Frauen abgegeben werden.
Am Ende der Woche möchte Julia wieder nach Lemberg aufbrechen, die Renovierungsmaßnahmen begleiten und die Kinder an unseren Standorten weiter versorgen.

Ganz anders die Situation in der Nähe von Lemberg. An beiden Standorten konnten die Kinder bei sonnigem Frühlingswetter ein wenig nach draußen gehen, vor allem, da wir wieder einmal für neue Schuhe gesorgt haben! Die Freude darüber war groß.
Den Kindern geht es gut, sie sind gut versorgt und werden bestens betreut.

In der Hauptstadt Kiew scheint ein kleines bisschen Normalität zurückzukehren. Ola, mein Patenkind, schreibt: "Nächste Woche soll der online-Unterricht wieder aufhören und ich werde in die Schule gehen." Wir hoffen, dass dieser Optimismus angesichts der unkalkulierbaren Raketenbeschüsse in den letzten Tagen vorhanden bleibt und bestätigt wird. Und Wowa, mein Musiker-Freund, wird morgen mit dem Orchester des Opernhauses ein Konzert in Butscha geben - das Publikum wird aus ausländischen Würdenträgern und Sponsoren des geplanten Wiederaufbaus bestehen.

Iryna, das 15jährige Diabeteskind, das seit 09. März bei uns wohnt, bekam in der letzten Woche ihre neue Insulinpumpe installiert. Das Diabeteszentrum hat sich mit viel Mühe um Iryna gekümmert; die neue Pumpe, die die Insulinzufuhr automatisch regelt und ein manuelles "Nachpumpen" auch nachts überflüssig macht, wird ihr eine große Erleichterung sein. Nun folgen mehrmalige Termine in der Praxis zur Einweisung und Schulung. Wir sind erleichtert und freuen uns mit Iryna über ihre neue Pumpe!

Wir hoffen, dass den Kindern und Menschen in der Ukraine eine ruhige Nacht bevorsteht und beten, dass dieser Krieg bald ein Ende finden möge.