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30.06.-03.07.2022

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 30.06.-03.07.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Danke auch für all Ihre Unterstützung, die uns auch die letzten Tage wieder erreicht hat!

Die Kriegstage 127 bis 130 in der Ukraine. Der 19te Sonntag, an dem Krieg mitten in Europa herrscht!

Die Lage im Osten der Ukaine kippt immer mehr zugunsten des russischen Agressors. Mit der Stadt Lyssytschansk ist praktisch nun auch die gesamte Region Luhansk verloren. Beachenswert ist allerdings die Meldung, die heute nachmittag verbreitet wurde:

Explosionen in besetzter Großstadt Melitopol

Die von russischen Truppen besetzte Großstadt Melitopol im Süden der Ukraine ist in der Nacht zum Sonntag von Dutzenden Explosionen erschüttert worden. Mehr als 30 Geschosse seien auf einen der vier russischen Militärstützpunkte in der Stadt abgefeuert worden, teilte der ukrainische Bürgermeister von Melitopol, Iwan Fjodorow, am Sonntag in einer auf seinem Telegram-Kanal verbreiteten Videoansprache mit. Der Stützpunkt sei damit außer Gefecht gesetzt worden. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen.

Laut Fjodorow wurden Militärgerät und mehrere Treibstofflager getroffen. Daher hielten die Explosionen auch Stunden nach den Angriffen noch an. Tatsächlich sind in den sozialen Netzwerken Bilder und Videos aufgetaucht, die Rauchwolken über der Stadt zeigen. Zugleich wurde bekannt, dass Ein- und Ausfahrt aus der Stadt gesperrt wurden. Nach Aussagen Fjodorows wurde zudem ein russischer Zug zum Entgleisen gebracht. Dieser habe Nachschub für die russischen Besatzer in die Stadt bringen sollen.

Während die russischen Truppen nach Beginn ihrer Invasion Melitopol relativ schnell erobern konnten, gibt es in der zweitgrößten Stadt des Gebiets Saporischschja nach wie vor Widerstand gegen die russische Besetzung. So wurden zuletzt vermehrt Partisanenaktivitäten und Anschläge auf prorussische Beamte in der Region gemeldet. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft derweil rund 60 Kilometer nördlich der Großstadt.

Wie es in unserer Kinderheim-Stadt Saporoshshje weitergehen wird, bleibt abzuwarten.

Den Kindern an unseren Standorten bei Lemberg geht es gut; sie sie gut versorgt, die Vorräte haben wir angelegt, Julia, die sich seit Freitag vor Ort befindet, hat mit einer Bäckerei einen neuen Liefervertrag geschlossen.
Die Matratzen zu den 75 Betten, die wir neu bestellt hatten, wurden ebenfalls geliefert! Die Betten sind bereits aufgebaut und im Einsatz (siehe Fotos).

Die Renovierungs- und Umbauarbeiten im alten Schulhaus sind nahezu abgeschlossen. Die Räume sind eigentlich bezugsfertig, die "Schultoilette" haben wir ja zu einer größeren Sanitäreinheit mit mehreren Duschen umbauen lassen (siehe Fotos), nur im Flur ist noch ein die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen. Die Vorsitzende des "Regionalrats des Bezirks Lemberg" war bereits zu einer Besichtigung vor Ort und sehr angetan. Da der Umzug der Kinder von der Stadtverwaltung Lemberg offiziell genehmigt werden muss, sind wir natürlich auf die Stellungsnahme dieser Regionalrätin angewiesen. Hoffentlich können die Formalitäten bald geklärt und der Umzug der Kinder realisiert werden.

Seit Samstag abend ist Arthur wieder zu Hause! Es geht ihm gut. Die Therapien haben auch in der zweiten Woche dazu beigetragen, seine Krampfanfälle deutlich zu reduzieren; auch gab es deutliche Fortschritte bei der Stimulation seiner Kau- und Schluckreflexe, und er konnte sich in der zweiten Woche auch mal für einige Momente beim Sitzen selbst halten, ohne umzufallen.
Besonders angetan sind wir auch von den Instruktionen und Hinweisen des Klinikpersonals an Arthurs Mutter; sie wird (so gut sie kann) vor allem die Massagetherapieeinheiten sowie die Reflexstimulation nun zu Hause weiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst praktizieren.

Nach 130 Tagen Krieg haben wir nun unmittelbar für die Kinder im Kinderheim und die behinderten Kinder, die mit dem Kinderheim in Zusammenhang stehen, 145.000 € ausgegeben. Dies ist nur durch Ihre großartige Unterstütztung möglich. Herzlichen Dank dafür. Durch meine Updates mit den vielen Fotos versuche ich immer zu dokumentieren, wofür Ihre Spende ausgegeben wurde - herzlichen Dank auch für die teils sehr emotionalen Rückmeldungen dazu.

Wie lange soll dieser Zustand noch so gehen? Wie lange wird die Ukraine diesem Druck noch standhalten? Und dann? Was wird aus dem Kinderheim? Können die Kinder wieder zurück?
Fragen über Fragen, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten können.

Hoffen wir, dass dieser Krieg bald zu Ende geht.