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31.03./01.04.2022

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 31.03./01.04.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Ich fasse die Informationen der letzten beiden Tage hier kurz zusammen:

36 bzw. 37 Tage Krieg in Europa - und kein Ende in Sicht.
Vom angekündigten Rückzug aus Kiew bleibt vor Ort zunächst wenig übrig; mein Freund Wowa schreibt mir: "Non-stop große Artillerie zusammen mit Sirenen und Bomben. 24 Stunden." Am Donnerstag lässt der Beschuss allerdings deutlich nach. Wowa weiter: "500 Panzer weg von Kiew nach Osten. Von morgen an müssen alle Künstler zurück zum Theater und Orchester und arbeiten. Große Schlange von Autos zurück nach Kiew." Wir sind vorsichtig optimistisch und hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Etwas ruhiger ist es in Saporoshshje. Da gehen zwar auch unentwegt die Sirenen, aber passieren tut zum Glück nichts. Oksana aus der Kinderheim-Verwaltung: "Alarme die ganze Nacht. Gott sei Dank ohne Beschuss in unserer Stadt." Der Alarm wurde ausgelöst, da russische Kampfflugzeuge erneut Öllager in Dnipro angegriffen haben. Tagsüber gibt es nur wenige Alarmpausen.
Die Sirenen haben zur Folge, dass die Kinder im Kinderheim nicht mehr als Gruppe in den Garten gehen, sondern nur noch einzeln (siehe Foto).

Am Mittwoch gab's die im letzten update angekündigte Schokolade ... was für eine Freude für die Kinder (siehe Fotos)!

Hartnäckig hält sich das Gerücht einer bevorstehenden Evakuierung der verbliebenen Kinder. Der Grund für diese Spekulation ist nachvollziehbar: in den letzten Tagen wurden auf Anordnung der Stadtverwaltung schwerbehinderte Kinder in städtische Kinderkrankenhäuser verlegt, heute wurde die Kinder-Palliativ-Station des Kinderheims mit mehr als 10 Kindern ebenfalls in umliegende Kinderkliniken ausgelagert. Es sind nun aktuell hauptsächlich noch Säuglinge und ganz kleine Kinder im Kinderheim (siehe Fotos und Videos unten).
Werden diese auch noch verlegt? Und wenn ja, wohin? Auch das Personal ist natürlich in Sorge, es geht um Arbeitsplätze und Einkommen.
Was für eine schreckliche Situation für alle. Auch Julia steht in permanentem Kontakt zur Stadtverwaltung, die letztendlich über die Evakuierung entscheidet, was den Zeitpunkt und den Ort angeht.
Doch die Entscheidung der Stadtverwaltung fällt im Laufe des heutigen Tages nicht mehr, es wird wohl abgewartet. Hoffen wir, dass dies richtig ist.

Julia ist auch wieder unterwegs, besorgt Medikamente für die Kinder und bereitet sich auf eine neuerliche Fahrt zu den 100 SONETSCHKO-Kindern bei Lemberg vor. Auch ringt sie ihrer Bank in Saporoshshje eine Karte ab, die einen Geldtransfer in EUR akzeptiert - dadurch lösen wir uns von Kursschwankungen und sparen Wechselgebühren ein. Dies ist auch im Hinblick auf unsere Einkäufe in Lemberg wichtig, da ja Verträge mit Lieferanten gemacht wurden, die dann immer am Tag der Lieferung bezahlt werden.
Am Standort bei Lemberg war es die letzte Tage beschaulich. Ich bekam Fotos von den letzten Lebensmittellieferungen, die wir dank Ihrer Spenden realisieren konnten (siehe Fotos). Dazu gehörten 200kg Äpfel, 50kg Zwiebeln und 200kg Bananen ...
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir seit Kriegsbeginn die Kinder in der Ukraine vor Ort mit sage und schreibe 30.350 € unterstützen konnten. Wie Sie in den updates nachlesen können handelt es sich bei unseren Ausgaben hauptsächlich um Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente und die Unterstützung am Standort bei Lemberg, dort auch mit Mobiliar, Waschmaschinen und einigen Sanitärmaßnahmen.
Herzlichen Dank an Sie für diese großartige Unterstützung!

Arthur ging es heute ein wenig besser, weniger Krampfanfälle, ein bisschen mehr Schlaf. Das Fehlen der letzten Reha, die kriegsbedingt abgesagt werden musste, hinterlässt natürlich auch ihre Spuren.

Die Abende verlaufen weitgehend "normal". An Sirenen hat man sich schon gewöhnt.
Hoffentlich passiert heute Nacht nichts.

Noch ein kleiner Tip zum Wochenende:
Am Sonntag werden Julia (Sängerin) und Marina (Klavierlehrerin) die beiden Gottesdienste in St. Pius in Aschaffenburg (9:30 Uhr) und Herz Jesu in Aschaffenburg (11 Uhr) musikalisch bereichern. Ich lade Sie hierzu sehr herzlich ein, sich die beiden, die gerade bei mir in Aschaffenburg wohnen, anzuhören. Es lohnt sich!