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18.03.2022

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 18.03.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Danke auch für all Ihre Unterstützung, die uns auch gestern wieder erreicht hat!
Auch für die anerkennenden Mittteilungen, die uns immer wieder erreichen, sei an dieser Stelle herzlich DANKE gesagt.

Ich fasse die Informationen des Tages hier kurz zusammen:

22 Tage Krieg. 22 Tage zu viel!

Natürlich herrscht Unruhe im Kinderheim. Die Pflegerinnen sind nervös und gestresst. Die Verwaltung hängt durch die Evakuierung der letzten Tage etwas in der Luft und hält sich mit Informationen zurück. Ich bekomme die ersten Fotos aus der Unterkunft der Kinder in Lemberg (siehe Fotos).
Wie zu erwarten, fehlen dort Dinge, mit denen wir in den vergangenen 20 Tagen die Lager in Saporoshshje bestückt haben. Es wird diskutiert, ob ein Materialtransport von Saporoshshje nach Lemberg durchführbar und sinnvoll ist. Unsere Kommunikation wird immer wieder durch Luftalarm unterbrochen. Letzten Endes macht es wohl keinen Sinn, jetzt einen Transport nach Lemberg zu organisieren. Wie wollen wir aber nun weiter verfahren?

Jetzt hilft nur noch Julia! Ihre Familie gibt ihr gegen 12 Uhr die "Erlaubnis", morgen den evakuierten Kindern nachzureisen und von dort aus zusammen mit unserem Verein alle notwendigen Anschaffungen wie Windeln, Medikamente, Lebensmittel etc. zu organisieren und zu koordinieren.
Ist diese Frau nicht Gold wert?

Sie wird dann im Laufe des Sonntag vormittags in Lemberg sein; wir wünschen ihr ein gute und sichere Reise!

Den verbliebenen Kindern im Kinderheim geht es soweit gut. Sie sind gut versorgt, bestens betreut und Vorräte sind vorhanden.

Arthur leidet immer noch stark unter seinen Krampfanfällen. Seine Mutter schreibt mir: "Die Nacht verging zwar ruhig. In der Früh flog eine Rakete vorbei und eine Explosion war zu hören. Arthur ist immer unruhig. Ich habe eine online Konsultation mit einem Neurologen gemacht, die Dosis der Medikamente wurde angepasst. Jetzt ist Arthur müde."
Karina, seine Zwillingsschwester, hatte (wie jeden Tag) online-Schule (siehe Foto).

Auch unsere stark diabeteskranke Irina hat jeden Tag online Unterricht! Heute waren 69 Kinder online! Diese sind weltweit verstreut, von Kanada über Italien bis hin nach ... Aschaffenburg ... Nach Biologie und Mathematik musste der Lehrer (der in Dnipro sitzt) den Deutschunterricht nach 5 Minuten wegen Luftalarms leider abbrechen.

Die Auswirkungen dieses Krieges sind unvorstellbar. Was ist da nur für ein Leid und Chaos angerichtet worden.

Julia schreibt: "Wir dürfen nicht nervös sein. Lasst uns nicht in Panik geraten".

Hoffen wir, dass die Nacht ruhig bleibt und freuen wir uns mit den Kindern in der Westukraine. Hoffentlich hat dieser fürchterliche Krieg bald ein Ende.





Der Tag begann mit Schokolade ...