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12.03.2022

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 12.03.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Danke auch für die überwältigende, finanzielle Unterstützung, die uns auch gestern wieder erreicht hat!

Ich fasse die Informationen des Tages hier kurz zusammen:

16 Tage Krieg. Jeder davon war zuviel.
Und kein Ende in Sicht.

Heute wars vorbei mit der Ruhe in Saporoshshje! Es gab mehrmals Luftalarm (zum besseren Verständnis habe ich mal eine Aufnahme unten angefügt); die Stadt Dnipro, ca. 80km nördlich von Saporoshshje, wurde heute angegriffen. Dabei wurde auch Saporoshshje überflogen.

Die Stadtverwaltung informierte daraufhin die Bürger der Stadt, natürlich auch das Kinderheim:

"Saporoschianer! Die dritte Kriegswoche begann. Das Militär und die Einwohner unserer Region halten weiterhin die Offensivoperation der feindlichen Truppen in Richtung Saporoschje zurück. Es gab keine wesentlichen Änderungen in der Position unserer Truppen und feindlichen Truppen. Die Stadt arbeitet und bereitet sich auf die Verteidigung vor.
Die Krankenhäuser in Saporischschja unterstützen unsere Verteidiger weiterhin. Die Einrichtungen sind voll funktionsfähig und mit Medikamenten und dem notwendigen Material zum Verbinden und Nähen ausgestattet. Im Falle einer Notabschaltung des Lichts in Krankenhäusern gibt es Dieselgeneratoren. Es gibt auch eine Versorgung mit Kraftstoff und Schmiermitteln.
Der Feind hält nicht an und greift die Städte an, die gestern ruhig waren. Heute Morgen griffen die Besatzer die Flugplätze Iwano-Frankiwsk und Luzk an. Am benachbarten Dnjepr wurden drei Angriffswellen durchgeführt. Es gibt Einschläge in der Nähe von Kindergarten, Wohnhäusern und einer Schuhfabrik.
Ja, jetzt ist in Zaporozhye alles ruhig und zum Glück gibt es seit einigen Tagen keinen Alarm. Aber seid vorsichtig. Nicht unnötig hinausgehen, nicht auf die Straße gehen, auf Warnsignale reagieren. Passt auf euch auf. Lasst uns zusammenstehen!"

Tagelang hatten wir uns ja über die Ruhe gefreut, aber auch gewundert und uns Sorgen gemacht.
Yulia, meine treue Seele aus der Heimverwaltung, war heute nochmal einkaufen - siehe Fotos.
Xenia, eine Pflegerin, war mit den Kindern ihrer Gruppe im Vorschulzimmer, und zum Spielen war auch noch Zeit (siehe Fotos). Ein scheinbar ganz normaler Tag.

Zum Glück hat sich Arthurs Mutter bei mir gemeldet - aufgrund mehrerer Krampfanfälle Arthurs konnte sie sich gestern nicht mehr bei mir "rückmelden". Heute ging es ihm tagsüber einigermaßen gut.

Irina und Marina geht es auch soweit gut. Heute kam das "OK" eines goßherzigen Spenders: die Kosten für die neue, notwendige Insulinpumpe werden übernommen (dabei sprechen wir über eine Größenordnung von 4000€); ganz herzlichen Dank dafür.

Wir hoffen und beten, dass es eine ruhige Nacht bleibt und wird. Das hoffen wir sehr.