15.08.-21.08.2022
22.08.-28.08.2022
29.08.-04.09.2022
05.09.-11.09.2022
12.09.-18.09.2022
19.09.-25.09.2022
26.09.-02.10.2022
03.10.-09.10.2022
10.10.-16.10.2022
17.10.-23.10.2022
24.10.-30.10.2022
31.10.-06.11.2022
07.11.-13.11.2022
14.11.-20.11.2022
21.11.-27.11.2022
28.11.-04.12.2022
05.12.-18.12.2022
19.12.-31.12.2022
01.01.-15.01.2023
16.01. - 29.01.2023
07.11.-13.11.2022

KRIEG IN DER UKRAINE UPDATE 07.11.-13.11.2022

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kinderheimhilfeverein!
Danke auch für all Ihre Unterstützung, die uns auch die letzten Tage wieder erreicht hat!

Die Kriegstage 257 bis 263 in der Ukraine. Der 36. Sonntag Krieg mitten in Europa!

"Am Mittag hat es erneut einen Stromausfall im Westspessart gegeben. Knapp eine Dreiviertelstunde ging nichts mehr in Bessenbach, Waldaschaff und in Teilen Goldbachs und Hösbachs. Auch Ampelanlagen fielen aus. Mittlerweile ist der Strom aber wieder da. Die Ursache für den Stromausfall wird noch ermittelt. Bereits am Mitwoch war der Strom für rund 16 Minuten ausgefallen. Dabei hatte ein Bagger in Goldbach eine Leitung beschädigt."
Diese Meldung des Aschaffenburger Nachrichtensenders Primavera sollte uns mal einen kleines Beispiel dafür geben, was nach wie vor tagtäglich in der gesamten Ukraine leider zur Gewohnheit geworden ist. Mein Freund Maksym schreibt mir: "Montags 6h kein Strom, Dienstag 10h kein Strom, Mittwoch 7h kein Strom, Donnerstag 5h kein Strom, Freitag war ok. Ich brauche keinen Kühlschrank mehr, es ist zu unsicher."

Wenigstens haben die Bombardements in der vergangenen Woche deutlich abgenommen, auch gab es kaum Drohnenüberflüge.
Unsere Kinder im Westen konnten wieder verstärkt ins Freie, Blätter wurden gesammelt, und es wurde viel gemalt und gestempelt (siehe Videos).
Leider hat die Erkältungs- und Grippewelle unsere Kinder immer noch fest im Griff, sodass das Animationsprogramm wie in der letzten Woche auch nochmals verschoben werden musste.
Sonst aber geht es den Kindern gut, die Versorgung klappt weiterhin zuverlässig.













Julia konnte auch in der vergangenen Woche an manchen Tagen unser Lager wieder öffnen. Schnell musste sie allerdings von der ursprünglichen Planung, "nur noch" 100 Familien pro Tag zu versorgen, abrücken, zu groß war der Andrang und die Bitte um Unterstützung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Am Freitag kamen 168 Familien in unser Lager! Alle konnten versorgt werden.
Nachschub für unser Lager konnte Julia auch schon bestellen, sodass die Bestände Anfang der Woche wieder hochgefahren werden können.

Auch planen wir, die letzte Woche ausgefallene Unterstüztung des arbeitslos gewordenen Personals durchführen zu können. Dies ist aber davon abhängig, welche Mengen Julia besorgen kann und natürlich davon, wie sich die Kriegslage weiter entwickelt.





Besonderes Augenmerk legte Julia in der vergangenen Woche wieder auf unsere behinderten Kinder. So hat sie ihre Runde gedreht und die betroffenen Familien mit allem Nötigen, vor allem aber Medikamenten versorgt.





Athurs Zustand hat sich etwas stabilisiert. Die Magenpumpe arbeitet gleichmäßiger; nur die Krämpfe, die nun hauptsächlich nachts auftreten, wollen einfach nicht nachlassen.





Wir hoffen, dass die nächste Woche ohne neue Raketenangriffe verläuft, dass das Stromnetz weitgehend repariert werden kann und uns die Versorgung der Menschen nach wie vor möglich ist. Aber es wird schwieriger. Und der Winter steht vor der Tür.

Wie wird es mit unseren Kindern im Westen der Ukraine weitergehen? Werden sie eines Tages nach Saporoshshshje zurückkehren können?
Wie ist der Rückzug der Russen aus Cherson zu bewerten? Was planen die "Mächtigen" als nächstes?
Wie lange müssen wir unsere Hilfen noch auf diese Art und Weise, wie wir es seit 24.2. tun, noch durchführen? Und wie lange können wir dies noch so durchführen?
Auch uns plagen Sorgen und schlaflose Nächte.

Hoffen wir, dass dieser Krieg bald ein Ende findet.